Gender Mainstreaming – Macht Gender Politik?

Voller Aufmerksamkeit verfolgen am 20. November 2003 mehr als 60 Besucherinnen und Besucher den Vortrag von Dr. Barbara Stiegler von der Friedrich-Ebert-Stiftung zum Thema „GENDER MACHT POLITIK“ in der Sparkasse Bielefeld. Der Veranstalter, Beruflicher Weiterbildungsverbund Bielefeld (BWB) e.V., hat seine Mitglieder und andere Interessierte aus Weiterbildung, Politik und Arbeitsmarkt zu diesem Thema eingeladen.

Anne Meuer-Willuweit, Vorsitzende des BWB

 

 

Das Fördermitglied des BWB, die Sparkasse Bielefeld, hat sein Kommunikationszentrum hierfür geöffnet und die Gastgeberrolle übernommen.

 

 

Michael Fröhlich,
Vorstand der Sparkasse Bielefeld

 

Mit hohem Engagement und viel praktischer Kenntnis führt die Referentin aus, dass der Gender-Ansatz, der ja nichts Anderes besagt, als dass „Gleiches gleich“ und „Ungleiches ungleich“ behandelt werden soll, gerade heute Institutionen und Betrieben neue Perspektiven eröffnet.

 

Gender Mainstreaming ermöglicht in einer offensichtlich historischen Umbruchsituation zeitgerecht und in Entsprechung der sozio-kulturellen und politischen Entwicklung des letzten Jahrzehnts neue Formen der Prozessgestaltung.

Voraussetzung für die erfolgreiche gender-orientierte Prozessgestaltung ist die saubere Analyse der tatsächlichen Gegebenheiten.


Hierzu bietet die Referentin viel Material an, allerdings immer praxisbezogen, so dass Mann und Frau die Umsetzung in die eigene praktische Tätigkeit leicht gemacht wird.
 

Deutlich wird - auch in der anschließenden aus zeitlichen Gründen leider nur kurzen Diskussion - dass allein die politische Verpflichtung zur Berücksichtigung von Gender Mainstreaming nicht ausreicht. Hinzutreten muss das eher intrinsische Interesse aller Beteiligten, Geschlechter-unterschiede zukünftig mehr und besser zu berücksichtigen, will man den eigenen Ansprüchen an eine gelungene Arbeit genügen. So verstanden ist die Orientierung an Gender Mainstreaming kein schmückendes Beiwerk bei der Gestaltung bisher bekannter Produkte und Dienstleistungen.

von links: Rainer Radloff (REGE mbH), claus Sobott (Arbeit und Leben), Elke Lietz (CDU-Ratsfraktion), Rüdiger Wulfmeyer (HBZ)

 

Zuhörer/innen

 

 

 

Anne Meuer Willuweit,
Dr. Barbara Stiegler

 

Dr. Barbara Stiegler, Diplom Psychologin und Diplom Pädagogin, ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Wirtschafts- und sozialpolitischen Forschungs- und Beratungszentrum der Friedrich-Ebert-Stiftung, Abteilung Arbeit und Sozialpolitik, Bonn. Ihr Arbeitsschwerpunkt ist seit vielen Jahren die Frauenforschung. Ihre Expertisen zur Frauenforschung und zum Thema Gender Mainstreaming sind bei der Friedrich-Ebert-Stiftung zu beziehen oder abrufbar über das Internet unter http://www.fes.de.

 

Renate Gebhardt (Geschäftsführerin des BWB)
Dr. Barbar Stiegler

 

   

Die grundlegenden Folien zum Vortrag von Frau Dr. Stiegler am 20. November 2003 können Sie sich hier ansehen oder als PowerPoint-Datei herunterladen.